Cardiocondyla obscurior

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Beschreibung

Cardiocondyla obscurior ist eine außergewöhnlich spannende kleine Ameise, die für ihr komplexes Sozialsystem und ihre friedliche Art in Vergesellschaftung bekannt ist. Besonders bemerkenswert ist die Existenz von geflügelten und ungeflügelten (ergatoiden) Männchen in einer Kolonie: Geflügelte Männchen für die „normale“ Begattung und ergatoide Männchen, die im Nest bleiben und dort Rangkämpfe austragen – der Gewinner darf sich mit weiblichen Geschlechtstieren reproduzieren. Diese Vermehrungsstrategie erlaubt nicht nur die Nachzucht in der Haltung, sondern sichert auch ein Stück weit die genetische Gesundheit inzüchtiger Nachkommen, wobei das Problem der Inzuchtdepression zwar nicht verhindert, aber ein Stück weit reduziert werden kann. In der Natur lebt C. obscurior überwiegend arboreal in toten Ästen. In der Haltung können sie sich in morsches Holz einarbeiten, siedeln aber erfahrungsgemäß ebenso gern in Bromelien, insberesonders in Neoregelia pendula. Aufgrund ihrer geringen Größe und guten Kletterfähigkeiten ist sie eine schwierigsten Arten in Sachen Ausbruchssicherheit – klassische Barrieren wie Öl, Vaseline, PTFE oder Talkum funktionieren kaum, das gesamte Setup muss absolut ameisendicht sein. Obwohl C. obscurior als „Tramp Species“ weltweit verbreitet ist, zeigen Studien kaum Hinweise auf negative ökologische Auswirkungen, wodurch ihr Status als invasiv immer wieder in der Literatur infrage gestellt wird. Im Alltag ist sie extrem verträglich mit quasi allen anderen Arten, jagt nicht aktiv und sammelt Nahrung opportunistisch – ideal für friedliche Vergesellschaftungen oder naturnahe Setups.

Achtung: Tramp species und hochinvasive Arten versenden wir nur mit mit Prüfung der Volljährigkeit durch den Versanddienstleister. 


Robustheitsgrad: 9/10 – sehr anpassungsfähig und stabil in der Entwicklung

Haltungsgrad: 7/10 – nicht aggressiv, aber extrem schwer einzudämmen; Setup muss absolut dicht sein

Winterruhe/Diapause: nicht notwendig, wird bei einer Verringerung der Temperaturen jedoch eingehalten

Kolonieform: polygyn bis hochpolygyn, einzelne Nester erreichen aber selten Größen von über 300 Arbeiterinnen

Koloniegröße: meist einige Tausend Tiere (über viele Nester verteilt); bei optimalen Bedingungen deutlich mehr

Arbeiterinnen-Polymorphismus: nein

Größe der Arbeiterinnen: ca. 2 mm

Lebensraum (natürlich): vermutlich ursprünglich Südostasien; heute tropisch und pantropisch verbreitet

Besonderheiten: ergatoide und geflügelte Männchen, Rangkämpfe im Nest, nachzüchtbar, nistet auch in Bromelien & morschem Holz

Temperatur: 22-40 °C

Luftfeuchtigkeit: 50–80 % – bessere Entwicklung bei höherer Lf unter tropischen Bedingungen

Nesttyp: morsches Holz, kleine Naturbecken, Bromelien (insb. Neoregelia pendula) und auch künstliche Nester

Ernährung: opportunistisch – kleine Proteinquellen, Mikroinsekten, Zuckerwasser

Zusätzliche Informationen

Koloniegröße

1-5q 10-50w in Objektträgernest

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