Beschreibung
Formica fuscocinerea ist eine spannende Vertreterin der Gattung Formica, die durch ihr agiles Verhalten, hohe Aggressivität und ungewöhnlich erratisches, fast nervöses Laufverhalten sofort auffällt. Ursprünglich aus alpinen Regionen stammend, breitet sie sich inzwischen auch in tiefer gelegene Gebiete aus – bis in den Münchner Raum, wo sie sehr intensiv bekämpft wird. Die Art ist hochpolygyn, bildet weitläufige Superkolonien und gilt als äußerst durchsetzungsfähig gegenüber anderen Ameisen. In der Haltung überzeugt sie durch eine gute Anpassungsfähigkeit sowie ihr SEHR aktives Brutgeschäft und ein spannendes Sozialverhalten. Mit ausreichend Platz und Futter entwickelt sich die Kolonie zügig. Eine Winterruhe ist zwar für die alleinige Brutentwicklung und das Eierlegen nicht erforderlich, jedoch sehr empfohlen, da ein Auslassen der Winterruhe den Tieren schaden könnte und die Ausbildung von Geschlechtstieren verhindert. Da diese Art sich effektiv über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus ausbreitet, ist eine Abgabe nur an erfahrene Halter zu empfehlen! Auf guten Ausbruchsschutz sollte deshalb auch besonders geachtet werden, obgleich sie tendenziell keine sehr begabten Kletterer sind.
Robustheitsgrad: 9/10 – sehr anpassungsfähig, aktiv und durchsetzungsstark
Haltungsgrad: 6/10 – agil, aber gut handhabbar, braucht jedoch eine zuverlässige Ausbruchssicherung, da invasiv!
Winterruhe/Diapause: ja, von Ende Oktober bis Ende März, unter 10 °C. Verkürzte Winterruhe möglich, aber nicht empfohlen.
Kolonieform: hochpolygyn, einige Tage nach der Trennung werden „alte“ Königinnen jedoch nicht mehr problemlos adoptiert und es kann zu blutigen Ameisenkämpfen kommen. Die Adoption ist jedoch möglich wenn die beiden Kolonien einige Tage dem Geruch der anderen ausgesetzt sind (zB durch das Vereinen zweier Reagenzgläser mit räumlich trennender Gaze, Gewöhnungsphase beträgt etwa eine Woche)
Koloniegröße: bis mehrere Hunderttausend Tiere in Superkolonien – in Haltung steuerbar
Arbeiterinnen-Polymorphismus: gering – gleichförmige Arbeiterinnen
Größe der Arbeiterinnen: ca. 6–8 mm
Lebensraum (natürlich): alpine und mitteleuropäische Wiesen, Waldränder – inzwischen auch urban
Besonderheiten: erratische Bewegungen, hohe Aggressivität, Superkolonien, ungewöhnlich für Formica
Temperatur: 20–26 °C (mit Winterabsenkung)
Luftfeuchtigkeit: 50–70 %
Nesttyp: Erde, Sand-Lehm oder Naturbecken, auch Ytong und Kunstnester, sehr anpassungsfähig – große Arena empfohlen. Auch unsere 3d-gedruckten Nester sind bestens geeignet
Ernährung: proteinreich und süß – Insekten, Honig-/Zuckerlösung





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